Stillstand ist für Utto Reugel ein Gräuel. Ihn reizt es, sich als Unternehmer immer wieder neu zu erfinden, „etwas zu machen, was andere noch nicht gemacht haben“. Seine Biografie beweist, dass er diese Maxime durchzieht: Er hat 1978 das erste Sonnenstudio Deutschlands aufgemacht - in Rheydt. Davor betrieb er einen Teeladen und exportierte aromatisierte Tees aus Holland. Ende der 70er Jahre war das „der Hammer überhaupt“, sagt Reugels. Damals studierte er noch Betriebswirtschaft an der Hochschule Niederrhein. Nach dem Sonnenstudio kamen die Fitness-Studios - und Reugels blieb seitdem der Branche treu. Neuerungen gab es trotzdem immer - etwa einen Veranstaltungsservice.
Eine Fachhochschule Energie, ein Innovationspark Energie und ein Golfpark mit Ferienhäusern - das sind einige der Ideen für die Zeit nach dem Abzug der Briten. Wenn sich die Stadt sputet, bezahlt das Land die neue Hochschule.
Erst musste der Showkampf mit Boris Becker im Hockey-Park abgesagt werden, gestern wurde gleich der komplette Klassik-Sommer mit drei Opern und einer Gala gestrichen. Der Grund: Trotz zum Teil renommierter Solisten wie Barbara Cramm und Anna Maria Kaufmann waren bis jetzt für einzelne Veranstaltungen zum Teil nicht einmal 50 Karten verkauft. „Angesichts dieser Zahlen mussten wir die Notbremse ziehen“, sagte Michael Hilgers, Geschäftsführer der Hockey-Park-Betriebsgesellschaft, der RP. Geplant waren Aufführungen der Opern Carmen, La Traviata, Rigoletto und eine Open- und Operettengala.
„Normales Risiko“
Er fing als Lehrling bei der Sparkasse an, nächste Woche hört Manfred Verleysdonk als Vorstandsvorsitzender auf. Er hat die Bank zu einer der stärksten im Rheinland gebracht - und sich dabei selbst nie zu wichtig genommen.
Elektronikgroßhändler Linssen zieht um, auch ein Anlagenbauer mit 250 Arbeitsplätzen plant einen Neubau. Borussia und van Laack wollen erweitern. Damit ist der Großteil der Fläche verkauft. Es gibt aber auch Probleme.
Das Technologiezentrum der BP-Tochterfirma Industrial Lubricants Services an der Erkelenzer Straße wächst seit Jahrzehnten kontinuierlich: Gerade wurden für zwei Millionen Euro neue Prüfstände eingerichtet. Das Unternehmen gilt weltweit als einer der größten Industrieschmierstoff-Spezialisten und ein Ende des Wachstums ist noch nicht in Sicht: „Für die Zukunft ist ein weiterer Ausbau geplant“, sagt Geschäftsführer Hans-Jürgen Müller. Dafür wurden nach und nach benachbarte Grundstücke des Betriebsgeländes hinzu gekauft. Und auch die Zahl der Mitarbeiter soll weiter steigen.
Wie feiert ein Architekt das 20-jährige Bestehen seines Unternehmens? Indem er sich hochkarätige Gäste einlädt, darunter einen Pfarrer, eine Erzieherin und Unternehmer, und mit ihnen über Bauen und Wohnen diskutiert.
Ein bisschen Psychologie gehört immer dazu, wenn der Architekt den Bauherren zufrieden stellen will. Denn schlussendlich entscheiden nicht nur Optik und Funktionalität darüber, ob ein Bauprojekt gelungen ist, sondern die Menschen, für die es konzipiert wurde. Dr. Burkhard Schrammen baut Lebensräume für Menschen mit Behinderung, Bürogebäude für die Industrie, Einfamilienhäuser, Schulen und Kirchen oder eine ganze Arena für den Hockeysport. Und so unterschiedlich seine Projekte in den vergangenen 20 Jahren waren, so illuster waren auch seine Gäste.
SMS Meer hat ein Bürogebäude für acht Millionen Euro und eine Schwerlast-Halle gebaut. Denn 220 Mitarbeiter der Leverkusener Firma Eumuco sollen in Gladbach integriert werden. Die ersten haben ihre Büros nun bezogen.
Heinz Peter und Thomas Engels, Inhaber der der Druckerei PT Druckpartner Engels, haben den Innovationspreis der Deutschen Druckindustrie gewonnen.
Für ihre CD-Box erhielten sie in der Kategorie Verpackung und Display den ersten Preis. 28 Mitarbeiter arbeiten heute bei der Offset- Druckerei im Gewerbegebiet Güdderath.
Quelle: Wirtschaftsblatt Niederrhein 5/07
Gregor Langweg, Heinemann-Geschäftsführer und Vorsitzender des Gladbacher City-Managements, über das geplante Einkaufszentrum, Gewinner, Verlierer und warum er bedauert, dass er Champagner-Trüffel liebt
Ohne Netzwerke geht in der Wirtschaft nichts mehr. Das wissen natürlich auch die Vertreter der wohl traditionellsten Branche der Stadt: der Textilwirtschaft.
Öffentlichkeit mögen sie an der Sachsenstraße nicht so gern. Die Tuchfabrik Willy Schmitz agiert lieber im Verborgenen. Selbst, wenn es etwas Großes zu feiern gibt. Wie jetzt. Das 1932 gegründete Familienunternehmen feiert sein 75-jähriges Bestehen. Doch als die Geschäftsführer Andreas und Markus Schmitz den Betriebsrat fragten, ob die Mitarbeiter Lust auf eine große Jubiläums-Gala hätten, kam die Antwort: „Nee, das passt nicht zu uns.“ Also gibt’s heute eine grundsolide Sommerparty mit Grill und Bierzelt auf dem Betriebsgelände.
Lässige Mode präsentierten die Mönchengladbacher Bekleidungsfirmen auf der Branchenmesse in Düsseldorf. Der Stil kommt an. Van Laack spricht von einer Rekordsaison, Gardeur peilt 100 Millionen Euro Umsatz an.
Mal Ehrlich...
Wirtschaftsförderer Dr. Ulrich Schückhaus (47) sagt, warum er weiter an den Ausbau des Flughafens glaubt, wie der Fußball ihm bei der Ansiedlung von Unternehmen hilft und warum das ECE-Forum in der Innenstadt gerade noch rechtzeitig kommt.
Die AUNDE - Gruppe ist durch die Übernahme der belgischen De Witte Lietaer und der französischen Delcar mit einem Gesamtumsatz von 1,6 Milliarden Euro europäischer Marktführer bei der Herstellung von Textilien für die Autoindustrie. Zum Gladbacher Unternehmen mit Rolf Königs an der Spitze gehören aktuell 83 Firmen mit rund 12.000 Mitarbeitern in 22 Ländern.
Quelle: Wirtschaftsblatt Niederrhein 02/2007
Das Mönchengladbacher Modeunternehmen Cinque entwirft die Freizeit-Kleidung der deutschen Frauen-Fußballnationalmannschaft.
Immer mehr Gladbacher Gastronomen bieten ihren Kunden neben Kaffee und Kuchen auch den kostenlosen Zugang ins Internet. Voraussetzung: ein eigenes Laptop und ein kleiner Funkkasten im Café.
Die Textilmaschinen aus Odenkirchen stehen in mehr als 150 Ländern. Mit 14 Niederlassungen für Produktion, Verkauf und Service hat Trützschler die Weltmärkte fest im Griff. Zuletzt wurde ein Büro in Usbekistan eröffnet.
Bislang kommen nach Mönchengladbach kaum Touristen. Darum arbeiten die Hotelliers an einem Tourismuskonzept. Sie wollen Gästen die Textil-Vergangenheit zeigen und sie zum Shoppen schicken.
Popcorn futtern, Filme gucken und dabei im Auto sitzen. Im Frühjahr 2008 soll das im Nordpark möglich sein.
Vier junge Gladbacher wollen ein Autokino auf der Messefläche eröffnen. Möglicher Premierenfilm: „Grease“.
Der Maschinenbauer Schorch feiert in diesen Tagen sein 125-jähriges Bestehen. Rolf Blasberg, dienstältester Mitarbeiter der Firma, blickt auf Erfolge und brenzlige Situationen zurück.
Rolf Blasberg schlägt vorsichtig das Fotoalbum auf, blättert die Seiten langsam um und lächelt. Illustrierte Erinnerungen aus dem Oman, aus Spanien, aus Südamerika und Russland. Hier ein Sonnenuntergang in Badehose, dort ein Ausritt auf einem Kamel. Und zwischendurch mal wieder ein Antriebsmotor in Großaufnahme.
Gleich neben dem Gewerbegebiet zwischen Jüchen und Mönchengladbach baut der niederländischer Investor Blaauwgras für vier Millionen Euro einen zweiten Gewerbepark. Etwas kleiner zwar, aber dafür haben schon mehrere Mieter unterschrieben. 35 Arbeitsplätze sollen entstehen.
Ohne seine Opas wäre Dr. Max Reiners, Inhaber des Rheindahlener Schmierstoff-Herstellers Rhenus Lub, heute nicht so erfolgreich. Der eine, Wilfried, übernahm einst die 125 Jahre alte Firma von Schlafhorst-Gründer Wilhelm Schlafhorst und baute das Geschäft mit Ölen und Fetten aus. Der andere, Konrad Adenauer, sorgte in seiner Zeit als Bundeskanzler dafür, dass Europas Märkte weiter zusammenwachsen und deutsche Firmen heute munter Nachbarmärkte erobern dürfen.
Auf dem Gelände des alten Bökelberg-Stadions, über den ehemaligen Lauf des Gladbachs oder auf dem Dach eines Supermarkts - den Wohnformen der Zukunft sind offenbar keine Grenzen gesetzt.
Die Lürriper Straße gehört nicht gerade zu den bevorzugten Wohngegenden. Viel Industrie, ausrangierte Hallen und Rotlicht-Milieu bestimmen das Bild. Aber wenn es nach Joachim Bücker geht, Geschäftsführer der Baugesellschaft Jessen, sieht das ehemalige Reme-Gelände abseits der Ventilator-Fabrik Pollrich bald ganz anders aus.
Der Mönchengladbacher Maschinen- und Anlagenbauer SMS Meer, eine Tochterfirma der Düsseldorfer SMS-Gruppe, konnte seinen Auftragseingang im vergangenen Geschäftsjahr auf 857 Millionen Euro steigern.